Vorbereitung und Nachsorge rund um eine Brust OP
Sanft stark werden – für Körper und Seele
Eine Brustoperation ist ein großer Schritt. Egal, ob brusterhaltend oder eine Mastektomie. Neben den ärztlichen Maßnahmen kannst du selbst viel tun, um deinen Körper zu unterstützen, Heilung zu fördern und dich emotional sicherer zu fühlen.
Hier findest Du liebevolle, praktische Tipps für vor der OP, direkt danach und in den Wochen danach.
Vor der OP – Kraft sammeln und Sicherheit schaffen
In den Tagen und Wochen vor der OP lohnt es sich, bewusst Kraftreserven aufzubauen, körperlich wie seelisch.
1. Eiweiß tanken
Eiweiß ist ein Baustein für die Wundheilung. Integriere proteinreiche Lebensmittel in jede Mahlzeit: Quark, Joghurt, Hülsenfrüchte, Eier, Fisch, mageres Fleisch, Nüsse oder Samen.
2. Sanft Muskeln stärken
Leichte Kräftigungsübungen für Schultern, Rücken und Arme (z. B. mit einem Theraband) helfen dir, dich nach der OP besser zu bewegen und Alltagsaufgaben leichter zu bewältigen.
3. Vitamine und gesunde Fette
Buntes Gemüse, frisches Obst und Omega-3-Fette aus Leinöl, Olivenöl oder Avocado unterstützen dein Immunsystem und wirken entzündungshemmend.
4. Mental zur Ruhe kommen
Atemübungen, Achtsamkeitsmomente oder kleine Meditationen helfen, Ängste zu reduzieren.
Tipp: Stelle Dir vor, wie Dein Körper nach der OP Schritt für Schritt heilt.
5. Alltag vorbereiten
Organisiere Einkauf, Mahlzeiten und Hilfe im Haushalt. Überlege: Wer kann dich zur OP begleiten, wer kann dich in den ersten Tagen unterstützen?
6. Abschied
Ein ganz persönlicher Tipp von mir: Falls du eine Mastektomie erhältst, hat es mir geholfen, mich bewusst von meiner Brust zu verabschieden. Ich habe ihr gedankt, dass sie mich so lange begleitet hat und meine Kinder gestillt hat. Kein Hadern, kein Schimpfen, dass der Krebs nun in der Brust ist, einfach nur danken und deinen Körper wertschätzen. Vielleicht hilft dir das auch, damit umgehen zu können.
Direkt nach der OP – Heilung schützen
Die ersten Tage sind eine Zeit der Schonung – und des bewussten Annehmens von Hilfe.
1. Drainagen & Wundpflege
Folge genau den Anweisungen deines Ärzte-Teams. Lieber einmal mehr nachfragen als unsicher sein.
2. Post-OP-BH tragen
Ein medizinischer Stütz-BH gibt Halt, reduziert Schwellungen und schützt die Narbe.
3. Lymphfluss in Schwung bringen
Sanfte Bewegung wie kurzes Herumlaufen zu Hause hält den Kreislauf in Gang. Frage deinen Arzt, ob und ab wann eine manuelle Lymphdrainage sinnvoll ist.
4. Verdauung unterstützen
Schmerzmittel, Narkose und wenig Bewegung können zu Verstopfung führen. Hilf deinem Körper mit ballaststoffreichen Lebensmitteln, viel Wasser und falls nötig sanften pflanzlichen Helfern (z.B Flohsamenschalen).
5. Eiweiß & gesunde Fette beibehalten
Dein Körper braucht jetzt besonders viele Baustoffe für die Heilung. Ist weiterhin genügend Eiweiß und gesunde Fette.
6. Hilfe annehmen
Ob Kochen, Putzen oder einfach Zuhören, lass dir helfen. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern Teil des Heilungsprozesses.
Die Wochen danach – Zurück ins Gleichgewicht finden
Wenn die erste Heilungsphase abgeschlossen ist, beginnt die Zeit, deine Kräfte sanft zurückzuholen.
1. Stresslevel senken
Plane bewusste Pausen ein. Spaziergänge in der Natur, sanftes Yoga, progressive Muskelentspannung oder Meditation helfen, Stress abzubauen.
2. Schlaf vertiefen
Guter Schlaf ist die beste Medizin. Feste Schlafzeiten und kleine Abendrituale (z. B. eine Tasse Kräutertee, beruhigende Musik) helfen beim Abschalten.
3. Anti-entzündliche Ernährung beibehalten
Viel Gemüse, gesunde Fette, wenig Zucker und möglichst unverarbeitete Lebensmittel. So unterstützt du deinen Körper weiterhin.
4. Sanfte Therapien nutzen
Akupunktur, Physiotherapie oder Narbenpflege können das Wohlbefinden steigern und die Heilung fördern. Tu deinem Körper und somit auch deiner Seele etwas Gutes.
5. Verbindung zu anderen pflegen
Freunde, Familie oder Selbsthilfegruppen geben Rückhalt und Verständnis. Ein wichtiger Teil der Genesung.
Im Übrigen hilft das bei jeder OP.
Ich wünsche dir alles Liebe und Gute. 🍀
