Selbstfürsorge & Wohlbefinden
35 Minuten für dich: Kleine Rituale, die guttun
Manchmal braucht es gar nicht viel, um sich im Alltag bewusst Zeit für sich selbst zu nehmen. Fünf kleine Ideen, die Körper und Seele guttun können.
Du möchtest etwas für deine Gesundheit tun, hast aber keine Lust auf komplizierte Programme und lange To-do-Listen? Das kann ich gut verstehen.
Wir haben alle genug zu tun. Beruf, Familie, Haushalt und die vielen kleinen Dinge des Alltags nehmen Zeit in Anspruch. Und dann sollen wir auch noch Sport treiben, gesund kochen, meditieren und ausreichend schlafen.
Puh! Manchmal klingt gesund leben fast wie ein zusätzlicher Vollzeitjob.
Dabei müssen es nicht immer große Veränderungen sein. Manchmal tut es schon gut, kurz innezuhalten, sich zu bewegen oder ganz bewusst etwas für sich selbst zu tun.
Ich habe dir fünf kleine Ideen zusammengestellt, für die du zusammen ungefähr 35 Minuten am Tag einplanen kannst. Such dir heraus, was zu dir passt. Du musst nicht jeden Punkt umsetzen und schon gar nicht jeden Tag perfekt sein.
💦 1. Starte mit einem Glas Wasser
1 Minute
Nach einer Nacht ohne Flüssigkeit kann ein Glas Wasser angenehm sein. Stell dir einfach morgens ein Glas neben das Bett oder trinke es in der Küche, während der Kaffee durchläuft.
Wasser unterstützt deinen Körper bei seinen normalen Funktionen. Die Nieren helfen dabei, Abfallstoffe aus dem Blut zu filtern und über den Urin auszuscheiden.
Ob du morgens ein großes Glas Wasser trinken möchtest oder lieber später, bleibt dir überlassen. Wichtig ist vor allem, dass du über den Tag verteilt ausreichend Flüssigkeit aufnimmst.
Mein Tipp: Wenn dir pures Wasser zu langweilig ist, gib eine Scheibe Zitrone, ein paar Minzblätter oder etwas Gurke dazu.
🤸♀️ 2. Beweg dich ein bisschen
10 Minuten
Bewegung muss nicht immer Sport heißen. Du musst weder ins Fitnessstudio gehen noch eine anstrengende Trainingseinheit absolvieren.
Vielleicht streckst du dich morgens nach dem Aufstehen erst einmal ordentlich durch. Vielleicht machst du ein paar Yogaübungen, gehst eine kleine Runde spazieren oder legst deine Lieblingsmusik auf und tanzt durch die Wohnung.
Auch ein paar Minuten Hula-Hoop oder auf dem Trampolin können Spaß machen, wenn du dich damit wohlfühlst.
Wichtig ist, dass du etwas findest, das dir Freude bereitet und zu deiner körperlichen Verfassung passt.
Regelmäßige Bewegung unterstützt die Gesundheit. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen insgesamt 150 bis 300 Minuten Bewegung mit mittlerer Intensität pro Woche. Jede Bewegung zählt, und auch kurze Einheiten sind ein guter Anfang. Zehn Minuten am Tag allein erreichen diese Empfehlung zwar noch nicht, können aber ein Schritt in die richtige Richtung sein.
Und mal ehrlich: Wenn du etwas gern machst, fällt es dir wahrscheinlich leichter, dabei zu bleiben.
🥣 3. Gönn dir ein Frühstück, das dich gut versorgt
10 Minuten
Wenn du morgens Hunger hast, nutze die Gelegenheit für ein Frühstück, das dir schmeckt und dich gut versorgt.
Wie wäre es mit Haferflocken, Porridge oder Overnight Oats? Mit Nüssen, Samen und etwas Obst wird daraus eine abwechslungsreiche Mahlzeit.
Oder du magst lieber etwas Herzhaftes: ein Vollkornbrot mit Quark und frischen Kräutern, ein Ei oder ein Brot mit Gemüse können ebenfalls gut passen.
Du musst dafür keine ausgefallenen Rezepte ausprobieren. Manchmal reichen ein paar Zutaten, die du ohnehin zu Hause hast.
Und noch etwas: Nicht jeder Mensch hat morgens Appetit. Wenn du lieber etwas später frühstückst, ist das völlig in Ordnung. Es gibt keinen Grund, dich zu einer Mahlzeit zu zwingen, nur weil sie auf einem Gesundheitsplan steht.
Entscheidend ist, dass deine Ernährung insgesamt ausgewogen ist und zu deinem Alltag passt.
🧘🏻 4. Gönn dir eine kleine Pause
10 Minuten
Wie oft hetzen wir von einer Aufgabe zur nächsten, ohne überhaupt zu merken, wie angespannt wir sind?
Deshalb mein Vorschlag: Baue bewusst eine kleine Pause in deinen Tag ein.
Zieh dich für ein paar Minuten zurück, setz dich bequem hin und atme ruhig ein und aus. Du kannst auch aus dem Fenster schauen, die Wolken beobachten oder einfach einmal gar nichts tun.
Ja, wirklich: Löcher in die Luft schauen ist erlaubt!
Wenn du gern meditierst, kannst du die Zeit dafür nutzen. Vielleicht hörst du lieber ein ruhiges Musikstück oder gehst kurz auf den Balkon. Es muss keine bestimmte Methode sein.
Eine kurze Pause löst nicht jedes Problem und macht auch nicht automatisch sämtlichen Stress unschädlich. Aber sie kann dir einen Moment Abstand verschaffen und dir helfen, wieder bewusster wahrzunehmen, wie es dir gerade geht.
🙏 5. Schau am Abend auf das, was gut war
4 Minuten
Bevor du abends einschläfst, kannst du den Tag noch einmal kurz Revue passieren lassen.
Was war heute schön? Worüber hast du dich gefreut? Gab es einen netten Kontakt, ein gutes Gespräch, einen Spaziergang in der Sonne oder einen Moment, in dem du herzhaft lachen musstest?
Vielleicht möchtest du drei Dinge aufschreiben, für die du dankbar bist. Ein kleines Dankbarkeitstagebuch auf dem Nachttisch kann dich daran erinnern.
Wenn dir der Gedanke an Dankbarkeit nicht liegt, kannst du stattdessen überlegen, was dir heute gutgetan hat oder was du morgen gern erleben möchtest. Auch ein Gebet kann für manche Menschen ein schönes Abendritual sein.
Natürlich läuft nicht jeder Tag gut. Es gibt Tage, an denen wir erschöpft, traurig oder enttäuscht sind. Dann musst du nichts Positives suchen oder dir einreden, dass alles wunderbar war.
Manchmal reicht es, festzustellen: „Heute war anstrengend. Jetzt darf ich mich ausruhen.“
Es geht nicht darum, jeden Tag schönzureden. Es geht darum, dir selbst ein paar bewusste Minuten zu schenken.
35 Minuten, die dir gehören
Ein Glas Wasser, ein wenig Bewegung, ein Frühstück, eine Pause und ein ruhiger Tagesabschluss. Zusammengerechnet sind das ungefähr 35 Minuten.
Vielleicht passt das gut in deinen Alltag. Vielleicht möchtest du nur zwei dieser Ideen ausprobieren. Auch das ist vollkommen in Ordnung.
Du musst nicht jeden Tag alle fünf Punkte abhaken. Gesundheit entsteht nicht durch eine perfekte Morgenroutine und lässt sich auch nicht in 35 Minuten erledigen.
Vielmehr geht es darum, Gewohnheiten zu finden, die dir guttun und die du gern in dein Leben integrierst.
Mach aus Selbstfürsorge keine weitere Pflicht. Mach sie zu etwas, auf das du dich freuen kannst.
Alles Liebe,
Diana 💚

